70mm Prontauchi
Aus "Pronto Shortcut" wird ein "Prontauchi"
so scharf wie ein Tele Vue Pronto und (fast) so leicht wie ein Miyauchi
Mit dem Pronto habe ich schon immer gerne beobachtet. Es ist zwar nicht ganz farbrein, liefert aber bei hoher Vergrößerung noch sehr scharfe Bilder bei Planeten. Es war zusammen mit dem Binoansatz mein liebstes Schnellspechtelgerät. Wie kann man das noch verbessern? Man macht am Besten ein Bino daraus!
Gerne hätte ich auch farbreine TMB 80/480 Objektive verbaut, jedoch brauchen diese ziemlich lange, bis sie ausgekühlt sind.
Deshalb wählte ich ein zweilinsige Optik, diese ist in 20 Minuten ausgekühlt.
Schade um die gute Mechanik, ich brauchte nur die Optik mit Fassung.
Durch den Verkauf der Mechanik, konnte ich allerdings einige Bauteile für das Bino finanzieren.
Probleme will ich nicht verheimlichen: bei der ersten Umsetzung der Umlenkeinheiten zeigte sich beim Durchblick seitlich noch ein Stück des Objektives. Durch die kurzen Umlenkeinheiten (siehe Zeichnung) war es möglich, vorbei an den beiden ersten Spiegeln über das 2" Zenitprisma ein Teil des Objektives zu sehen, das gab natürlich enorme Reflektionen.
Die Umlenkeinheiten mußten also länger sein. Bei der 2. Version konnte man nur noch die vordere geschwärzte Tubuswand sehen (ohne Foto).
Über Baader Schnellwechser sollte die Umlenkeinheit verstellbar sein. Damit sie sich schön drehen lassen, legte ich Teflonstückchen und extrem dünne Teflonfolie dazwischen.
Für das größtmögliche Gesichtsfeld am Himmel weichen die Zeiss Drehfokussierer einem fokussierbaren 34mm Okular mit größerer Feldblende. Damit stehen 4,2° Feld zur Verfügung.
Die Tuben mit dem Verbindungselement
Das fertige Prontauchi - ein super Schnellspechtelgerät.
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Es war einmal ein
Pronto-Shortcut
Das Pronto habe ich für die Beobachtung mit Binoansatz ohne Glaswegkorrekror optimiert. Dazu wurde der Teleskoptubus um 40mm gekürzt. Da ich das Teil sowieso zerlegt habe, bekam es anstelle des geschwärzten groben Schmirgelpapiers, drei ordentliche Blenden aus Alu und eine Samtauskleidung innen verpasst. Mit 3,4° wahrem Gesichtsfeld habe ich nun einen binokularen Widefield - Genuß, kann aber auch mit dem GWK die Vergrößerung für Planetenbeobachtung steigern.
Zusammen mit der BP60-Montierung ist das Pronto Shortcut ein schönes handliches Gerät. Hier waren allerdings noch Verbesserungen nötig, damit das durch den Binoansatz und 2 Okularen nun hecklastige Gewicht ausgeglichen wird: 2 Federn von einer alten Bürolampe sind mit der Montierung und der Prismenschiene lösbar verbunden. Dadurch kann das Teleskop über die Feinbewegungsgriffe auch im Zenit butterweich bewegt werden.
Auf dieser Sprengfotografie kann man gut erkennen, aus welchen Teilen das Pronto besteht. Das abgesägte Tubusstück und die angefertigten Blenden sind dazugelegt.
Die Blenden im Tubus eingebaut, in einem Winkel fotografiert, daß man sie auch gut sehen kann.
Der Tubus ist mit den Blenden und der Samtauskleidung nun schön schwarz und reflexfrei.