Mein ATM Werdegang

Als 12-jähriges Kind hatte ich mich bereits für die Astronomie interessiert, damals hatte ich mit meinem 2 Jahre älteren Freund Andreas einen kleinen Astronomieverein gegründet. Unsere Eltern und einige Verwandte waren unsere Mitglieder. Andreas brachte monatlich eine Astronomie-Zeitung heraus, die "Zeitung für Sternfreunde". Das Titelbild war meine feste Aufgabe. Wir veranstalteten regelmäßig Beobachtungs und- Vortragsabende für unsere Mitglieder. Ein kleiner Refraktor von 60mm Druchmesser und der Dachboden (als Sternwarte) im Hause meines Freundes wurden uns freundlicherweise von seinen Eltern zur Verfügung gestellt.

Mit dem kleinen Refraktor machten wir einige Beobachtungen von Mond, Sonne, Jupiter, Saturn, Venus und Merkur. Deep Sky Beobachtungen wollten uns aus der Stadt heraus aber nicht so recht gelingen, wir wußten damals noch nicht, das man dafür besser eine dunkle Gegend aufsuchen sollte.

Für die theoretischen Dinge war eher Andreas zuständig, die praktischen lagen mir mehr. So bekam ich zum 13.Geburtstag von ihm das Buch "Ein Fernrohr für Jedermann" geschenkt. Seiner damit verbundenen Hoffnung ich würde ein Teleskop für unseren Verein bauen, konnte ich damals leider nicht erfüllen. Ich war von der komplexität des Teleskopbaus (wie ich dachte) noch etwas überfordert. Das Buch sollte mir aber später noch gute Dienste erweisen.

In den Jahren 1982 bis 1992 waren mir andere Dinge wichtig ;-))

1984 habe ich eine Ausbildung als Maschinenschlosser gemacht und nach dem Zivildienst noch 2 Jahre als Blechschlosser und Schweißer gearbeitet. Später habe eine zweite eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger gemacht und meinen alten Beruf zum Hobby.

Ab 1993 begann ich mich wieder mit Astronomie zu beschäftigen. Es mußte ein größeres Teleskop her, am besten ein Schmidt-Cassegrain. Das versprach ein gutes Allroundgerät zu sein. Damit ich mal durch so ein Gerät schauen konnte, besuchte ich 1993 zum ersten mal das ITV im Vogelsberg. Was ich dort sah war einfach unglaublich: Die Hobbyastronomen bauten ihre Teleskope einfach selbst! Manche Dobsons waren sogar richtig grob zusammengezimmert...auf die Justage käme es an, hat man mir gesagt. Beim Beobachten stellte ich schnell fest, daß das angestrebte SC nicht so das gelbe vom Ei war, die selbstgebauten mit dem einfachen Newton-Prinzip hatten durchweg bessere Bilder gezeigt.

Bei den nächsten ITV´s machte ich dann viele Fotos von Selbstbauten und plante mit den Komponenten die mir am Besten gefielen meinen eigenen Selbstbau. 1996 War dann mein erstes Teleskop fertig, der Spargel-Dob, ein echter Planeten-Killer.

1998 baute ich den Micro-Dobs

2000 war mein erstes doppeltes fertig, das Mahagoni-Bino

2001 began ich mit dem Bau des Zeiss SilverTwin

2002 baute ich dem TMB Objektiv einen Tubus, ein Binoansatz wurde angeschafft

2003 kürzte ich das vorhandene Pronto

2005 war das BinO-Owl fertig

Mit dieser Homepage möchte ich mich nun bei den vielen Teleskopbauern bedanken (ob bekannt oder unbekannt), von denen ich Anregung und Hilfe (direkt oder indirekt) für meine Teleskopprojekte bekam. Bei denen ich Angegungen holen konnte, die mich bei meinen Selbstbauten weitergebracht haben. Gleichermaßen möchte ich nun auch meine Erfahrungen allen Interessierten weitergeben.

Besonderen Dank gilt meiner liebevollen Frau Beate, die mir den Rücken freigehalten hatte, damit ich das zeitaufwändige BinO-Owl in unzähligen Arbeitsstunden endlich fertig bauen konnte!

Jesus Christus danke ich für die handwerklichen Gaben, die er mir auf meinen Lebensweg mitgegeben hat und das wundervoll gestaltete Weltall, dass die Größe und Liebe Gottes nur erahnen lässt...

Stefan Hammel

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